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Der Vertikutier-Mythos

Jeder, der einen schönen Rasen haben möchte muss mindestens einmal pro Jahr vertikutieren. Richtig oder Falsch? Natürlich Falsch. Warum?

Warum macht es denn der Profi? Und warum ist es im Privatgarten sinnlos?

Als Vertikutieren bezeichnet man das vertikale Schlitzen der Grasnarbe um Rasenfilz zu entfernen. Im professionellen Bereich, das heißt auf Fußballplätzen und Golfplätzen, in Stadien und Arenen kommt es in erster Linie darauf an, dass der Rasen bei jedem Wetter betret- und bespielbar ist. Erst in zweiter Linie steht die Qualität der Grasnarbe. Um diese hohe Belastbarkeit und Wasserdurchlässigkeit zu erreichen muss die Rasentragschicht, also die Schicht in der der Rasen wächst zum Hauptteil aus Sand bestehen. Diese Zusammensetzung der Rasentragschicht ist hinsichtlich der Kornkurve (der Verteilung der Korngrößen) in DIN 18035 geregelt. Hier wird versucht, eine maximale Wasserdurchlässigkeit bei möglichst guter Scherfestigkeit zu erreichen. In der Regel besteht so eine Rasentragschicht heute aus 90% Sand und 10% sandigem Oberboden. Ein Boden, der so mager und pflanzenfeindlich ist, auf den ein halbwegs vernünftiger Landwirt nicht einmal Roggen säen würde, steril ohne jedes Bodenleben, aber maximal wasserdurchlässig. Um auf einem solchen Boden guten Rasen gedeihen zu lassen sind Spezialisten notwendig und auch spezielle Pflegemaßnahmen.

Durch das Fehlen von Bodenorganismen baut sich nämlich der natürliche Rasenfilz, der durch liegen gebliebenes Mähgut entsteht, nicht ab, so wie das auf natürlichen Gartenböden der Fall ist, sondern muss durch striegeln und vertikutieren manuell entfernt werden. Auch werden durch das Bespielen der Rasenfläche mit Stollen grüne Gräser in den Boden gestampft und werden hier zum Teil anaerob zersetzt. Das kann einen harten, wasserabweisenden Filz verursachen, der die Wasserdurchlässigkeit behindert. Deshalb ist der Rasenfilz im professionellen Bereich schlecht und unerwünscht und muss durch eine Gewaltmaßnahme, bei der die Grasnarbe in jedem Fall geschädigt wird, entfernt werden. Diese Maßnahme besteht beim Profi immer aus vier Arbeitsschritten: vertikutieren, besanden, nachsäen, und düngen. Vertikutieren um den Filz zu entfernen, besanden um die Wasserdurchlässigkeit zu erhöhen und den verbleibenden Filz zu “verdünnen”, nachsäen um die ramponierte Grasnarbe wieder zu schließen und düngen um die verbliebenen Gräser zu stärken.

Im Privatgarten ist nicht die Wasserdurchlässigkeit das höchste Ziel, sondern ein schöner Rasen. Auch gibt es auf guten Gartenböden nie mehr als einen Zentimeter lockeren Filz, der für die Grasnarbe sogar wichtig ist. Somit ist Rasenfilz also nicht das Problem. Was häufig das Problem in privaten Rasenflächen ist, ist Moos. Moos hat aber mit Rasenfilz überhaupt nichts zu tun. Moos ist eine Zeigerpflanze für Stickstoffmangel. Moos kommt immer dann – und nur dann – wenn zu wenig gedüngt wird und der Boden Nährstoffarm ist. Meist ist das im Kronenbereich von Bäumen und im Bereich von Hecken zuerst der Fall, weshalb sich hartnäckig das Gerücht hält, Moos komme vom Schatten und von feuchten Böden. In Wirklichkeit werden in diesen Bereichen die Nährstoffe von den flachen Saugwurzeln der Bäume und Sträucher nur schneller verbraucht und es besteht dort einfach mehr Bedarf an Dünger. Natürlich ist es so, dass Dünger, vor Allem organischer Dünger, in Schattenlagen schlechter umgesetzt wird, dies ist aber nicht ursächlich sondern kommt erschwerend hinzu. Moos tritt also da nicht auf, wo ausreichend gedüngt wird, bzw. verschwindet sofort, wenn Stickstoff aufgebracht wird.

Was passiert wenn eine vermooste Rasenfläche vertikutiert wird um das Moos manuell zu entfernen? Zum Einen werden Rasenpflanzen, die ohnehin schon gestreßt und hungrig sind auch noch verletzt und Blatt- und Wurzelmasse zerstört, zum Anderen werden auch gerade im Frühjahre regelrechte “Landebahnen” für Unkrautsamen geschaffen, besonders für den Löwenzahn, der bereits im zeitigen Frühjahr fliegt. Je öfter man also vertikutiert, je mehr man die Grasnarbe verletzt umso mehr Unkraut bekommt man und umso schneller wird der Rasen unansehnlich.

Manche Leute behaupten auch der Rasen bräuchte Luft und deshalb sollte man vertikutieren. Warum dann in Blätter und Wurzeln schneiden? Wenn es wirklich eine Art Lunge des Grases direkt unter der Erdoberfläche gäbe, warum dann nicht großflächig beatmen statt die Gräser zu zerschlitzen? Wenn ich das mal auf uns Menschen projeziere, würde das bedeuten, dass uns ab und zu mal ein Arm oder ein Bein abgehackt werden sollte, damit wir besser Luft bekommen. Das hört sich nicht sehr stimmig an.

In Wirklichkeit braucht Rasen weder mehr Luft als er ohnehin um sich hat, sondern nur mehr Dünger. 3 – 5 Düngegaben pro Jahr sind in der Regel notwendig um einen perfekten Rasen zu erhalten und je weniger man die Grasnarbe verletzt umso schöner ist der Rasen und umso weniger Unkraut kann sich ansiedeln. Also lieber seinen Vertikutierer verkaufen und von dem Erlös ein paar Sack Dünger kaufen, davon hat der Rasen mehr als von andauerndem Pflegestress durch mechanische Maßnahmen.

76 Kommentare




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  4. [...] und haben auch gleich eine einleuchtende Erläuterung dazu und liefern in ihren Artikel über den Vertikutierer-Mythos verständliche Gründe und Hintergrundinformationen wie das mit dem vertikutieren [...]




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  6. Fritsch




    Habe mich auf das Experiment “ohne Vertikultieren” eingelassen und bis jetzt sieht es ganz gut aus! Habe vor dem Düngen den Rasen abgeharkt um das gröbste zu entfernen (auch einiges Moß mitgnommen). Dann gedüngt, der Rasen wächst mit so einer Kraft das er das Moß anhebt und wegdrückt! Habe sowas noch nicht geshen. Wenn es jetzt endlich Nachts wärmer wird hoffe ich das sich die Nachsaat entfaltet und die schlimmsten Winterlücken Schließt! Dann hätte ich in meinem Augen einen Rasen mit der Note 2 ohne Vertikultieren.




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  10. Eddie




    Hallo, dieser Artikel ist der mit Abstand beste Beitrag, den ich zum Thema Rasenpflege im Internet gefunden habe. Seit ich die Tipps umsetze habe ich einen Rasen wie aus dem Bilderbuch und auch die schlimmen Schäden des letzten Winters habe ich so gut und schnellstmöglich beheben können.




  11. Da kann ich Eddi nur zustimmen! Ich habe die Tipps auch alle befolgt und ich muss sagen, hammer geil! Mein Rasen sieht jetzt wieder ein richtiger Rasen aus. Danke




  12. Gut nachvollziehbar erklärt! Danke für die Tipps.




  13. Schön, dass du bei den ganzen rum kursierenden Halbwahrheiten mal ein bisschen Licht in die Sache bringst. Weiter so!




  14. ich plege meine garten seit jahren schon das tipps..sind die besten…ich habe einen schönen rasen:D kann sich sehehn lassen…..




  15. Hallo,
    sehr informative Seite. Moos im rasen kann aber viele Ursachen haben. Zum einen wird in den meisten fällen zu kurz geschnitten zum anderen liegen die Flächen zu oft im Schatten oder es ist so wie oben geschrieben zu wenig Dünger. In England ist das vertikutieren auch verpöhnt. Hier wird der Rasen gelüftet das heisst es wird mit einer Harke oder einem Rasenlüfter die abgestorbene Rasenschicht entfernt ohne die Grasnarbe zu beschädigen. Wenn er zu sehr verdichtet ist werden mit einem Aerifizierer Löcher in den Rasen gestanzt und mit Sand verfüllt.




  16. ich finde solche hilfreichen tipps immer super…da ich bis zum kurzen nicht wie ich meinen “wilden” garten pflegen sollte;D




  17. Endlich sagts mal einer! Diese ganze Vertikutier-Geschichte wird mal wieder ganz typisch zum Konsum missbraucht, damit jeder Hobby-Gärtner auch ja einen sündteuren Vertikutierer anschafft…

  18. Rasenbesitzer




    hallo,
    beim Schatten muß ich wiedersprechen, obwohl mein Rasen seit Jahren keinen Schatten mehr bekommt, ist er voll Moos..

    LG Ein Rasen-besitzer




  19. Ja, Schatten kann auch eine Möglichkeit sein. Bei mir ist dieses Jahr auch wieder Rasenpflegen angesagt, da ich letztes Jahr wegen nem Unfall wenig machen konnte. Und jetzt ist da auch soviel Moos obwohl nicht viel Schatten ist. Aber danke für die Hilfreichen Tipps! Jetzt hab ich schon einen Plan :-)

  20. Perschke




    Super Artikel!
    Eine Frage. Muss man nach dem Düngen immer wässern?




  21. [...] [...]




  22. [...] [...]




  23. [...] und werde nun mal einige zeit nicht mehr vertikutieren, habe schliesslich kein fussballrasen. Der Vertikutier-Mythos Zitieren + [...]




  24. [...] Hier der Vertikutier-Mythos-Artikel im Rasenblog [...]




  25. [...] unverändert geblieben. Vermutlich handelt es sich also doch um das gleiche Gerät. Hier der Vertikutier-Mythos-Artikel im Rasenblog // < ![CDATA[ // < ![CDATA[ // < ![CDATA[ // < ![CDATA[ // < ![CDATA[ // < ![CDATA[ // < ![CDATA[ [...]




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  27. [...] [...]




  28. [...] Durch den lehmigen Boden kann er sich jetzt nicht mehr selber erholen. Guck auch mal hier Der Vertikutier-Mythos | Rasenblog Zitieren + Antworten « Komplett verwucherter Garten… [...]




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  35. [...] wir aus unseren 230 m² Rasenfläche das beste zu machen. Vom Vertikutieren wird heutzutage verstärkt abgeraten. Dennoch haben wir im März die Rasenfläche abgeharkt und einen großen Haufen trockenes Gras [...]




  36. [...] [...]




  37. [...] vertikutieren verbesserst Du nichts, schon gar nicht bei einem so jungen Rasen! Lies mal hier: Der Vertikutier-Mythos | Rasenblog Zitieren + Antworten « Rasensamen von Wolf | – [...]




  38. [...] aufrauen . Und das passiert beim vertikutieren und Rasen wird rausgerissen etc… schau mal hier :D er Vertikutier-Mythos | Rasenblog L G Zitieren + Antworten « Rollrasen im April angelegt [...]




  39. [...] dann Vertikutieren? Zuerst hier lesen und dann merken, dass Du gar nicht vertikutieren sollst. Der Vertikutier-Mythos | Rasenblog Zitieren + Antworten « Meinen Rasen retten | – [...]




  40. [...] [...]




  41. [...] [...]




  42. [...] [...]

  43. gordian




    habe Rasen an sonnigem Plätzchen. Habe mässig gemäht und zurückhaltende gedüngt. Nun habe ich plötzlich sehr viel “einjährige Rispe” im Rasen (ca 30% der Fläche !!) Was mache ich. Ein Gärtner sagt unbedingt vertikutieren und dann sanden…?!? Hier lese ich das Gegenteil.
    Habe schon viel von Hand ausgestochen. Hinterher hat die Fläche viele Löcher, in die ich nachgesäht habe…
    HILFE was soll ich nur tun?

  44. Martin




    Hallo,

    erst einmal vorneweg: Ich bin ein Rasen-Neuling! ;-)

    Also ich habe den Blog aufmerksam gelesen und verstehe warum vertikutieren meistens quatsch ist.
    Aber wie komme ich weiter: Ich habe mir ein altes Haus gekauft und im “Garten” ist praktisch seit 10 Jahren nichts gemacht worden. Die Steine sind mit Moos überwachsen und der “Rasen” ist eigentlich nur festgetretene Erde. Vereinzelt Grashalmen aber unter den Bäumen eigentlich eine einzelne Moosschicht.
    Also wirklich Moos oder festgetretene Erde. Muss ich vertikutieren, umgraben oder kann ich trotzdem einfach düngen, kalken und aussähen?




  45. @Martin
    Ich würde in deinem Garten erst einmal den Boden etwas Auflockern, dann den Rasensamen ausstreuen und wieder etwas Festwalzen. Wenn die ersten Halme sprießen noch etwas Langzeitdünger streuen. Aber mit dem Dünger nicht übertreiben, sonst erreicht man das Gegenteil.
    Gruß




  46. @Martin: am Besten du lockerst die festgetretene Erde – entweder belüften oder, abhängig vom Grad der Verwilderung des “Rasens” – doch vertikutieren/umackern. Danach einfach Grad am besten mit einem Fahrwagen gleichmäßig aussähen und dann regelmäßig mähen und pflegen, dass die Rasenfläche nicht wieder so verwildert ;)

  47. Martin




    Zunächst vorweg: Ich will keinen klinisch reinen Rasen, aber ein paar Problemfelder (zumindest ansatzweise) mal in den Griff bekommen.
    Rasen wurde vor 12 Jahren angelegt und 1 – 2 mal im Jahr vertikutiert – und zu wenig gedüngt und gewässert!
    Aktuell stört mich das viele Heu unter dem Grün, die vielen kleinen Lücken zwischen Grasbüscheln und die vielen kleinen Löwenzähne (sonst wenig andere Unkräuter!). Habe jetzt schon 10 Stunden ins Ausstechen der Löwenzähne investiert und erst ca. 1/3 bis 1/2 der 300 qm geschafft.

    Was ich jetzt machen wollte: Unkraut beseitigen, vertikutieren(?), nachsäen(?), düngen.

    Fragen:
    - Geht das Beseitigen der Löwenzähne auch irgendwie schneller und weniger mühsam?
    - Wie kann ich die vielen kleinen Zwischenräume wieder mit Gras füllen (lockern und säen würde den Aufwand beim Löwenzahn-Stechen bei weitem noch übersteigen!)?
    - Muss dazu die leichte Heuschicht (im Winter abgestorbene Halme) weg und wenn ja: wie? (will nicht unbedingt vertikutieren ;-) )

    Danke für jeden Tipp!

    Schönen Gruß

  48. Martin




    Um die sicher eingetretene Verwirrung zu beseitigen:
    Der vorherige Beitrag stammt von mir, einem anderen Martin als der, der am 15. März sein Problem schilderte.
    Ich werde mich daher zukünftig Martin_2 nennen, kann den Namen aber leider in meinem vorherigen Beitrag vom 06. Mai nicht mehr ändern …
    Tut mir leid!

    Schönen Gruß




  49. Sehr interessanter Bericht. Hätte ich nicht gedacht…Vielen Dank

  50. Antonia




    Hallo, ich kann nur sagen, lasst diesen Quatsch mit dem vertikutieren. Meine Erfahrung ist, regelmäßig mähen (max. 3,5 cm kurz) Rasenlangzeitdünger mit Unkrautvernichter (von WOLF oder Compo)im Frühjahr, wässern wenn es sehr heiss und trocken ist und vor dem Winter einen Herbstdünger. Ich habe seit 4 Jahren einen Rasen, wow, jeder beneidet mich. Kein, aber gar kein Unkraut. Man geht barfuss wie auf Wolken oder Watte. Super grün, auch wenn die anderen im Sommer schon verzweifeln weil sie nur Unkraut haben und er sich unansehnlich braun färbt (welch Wunder bei wochenlanger Hitze). Und natürlich Leidenschaft und Liebe :-)




  51. Also Antonia, ich finde nicht, dass man das so allgemein sagen kann, dass man das Vertikutieren lassen sollte. Natürlich kann es auch mit Dünger und Rasenmähen klappen, aber sicher nicht überall. Wenn der Rasen ordentlich mit Moos und Rasenfilz befallen ist, dann hilft eigentlich nur vertikutieren. So räumt man da mal einmal ordentlich auf. Anschließend gebe ich dir Recht. Man muss nicht jedes Jahr vertikutieren!




  52. [...] [...]

  53. Roger




    Vielen Dank für diesen wertvollen und verständlichen Artikel. Wir sind gespannt und wären diesem Mythos auch gnadenlos auf den Leim gegangen. Wir wünschen allen einen wundervollen Rasen und dazu ein traumhaften Sommer.




  54. Sehr interessanter Artikel! Das werde ich dieses Jahr beim Rasenpflegen berücksichtigen und schauen, wie die Ergebnisse sind. Sonst habe ich immer vertikutiert und gedüngt und das Ergebnis war auch schon ganz ansehnlich :) Schöner ist’s natürlich, wenn man der Natur ohne solche Maßnahmen den freien Lauf lassen kann.

    Empfiehlst Du einen speziellen Dünger? Mir wurde dafür Hornoska empfohlen.

    Grüße,
    Peter




  55. Also ich finde, dass man schon einen Unterschied bemerkt, wenn man den Rasen ab und an vertikutiert – im positiven Sinne. Klar – viele Leute unterschätzen den Wert einer guten Düngung. So wird aus dem Rasen schnell eine Wiese – und dann fangen die Probleme erst richtig an.

    Teilweise ist es auch einfach nur das unbedachte vorgehen und es wird ein x-belibigers Düngemittel in einer völlig falschen Dosierung verwendet.

    Falsches Vertikutieren ist nur ein Problem von vielen…




  56. Shopware Hosting Paket…

    Der Vertikutier-Mythos | Rasenblog…

  57. Jörg




    Eine sehr interessante Seite und sehr logisch erklärt. Das werde ich dieses Jahr auf jeden Fall auch machen.

    Wir haben vor 2 1/2 Jahren Rollrasen gelegt – es sah super aus. Der Lieferant sagte wir sollen nach 6 Wochen düngen und im Herbst vertikutieren.

    Das haben wir gemacht – es sah einfach schrecklich aus. Letztes Jahr das gleiche Spiel. Der Rasen hat lt. Aussage das Lieferanten nach dem Winter s.g. “Winterschimmel” bekommen.

    Maßnahme: raspelkurz schneiden, vertikutieren, düngen und wässern.
    Der Rasen hat sich nie mehr richtig erholt.

    Ich werde nun im Frühjahr die “Löcher” mit Sand fühlen, nachsähen, düngen und wässern.

    Mal sehen ob es besser wird.
    Mein Nachbar vertikutiert nie. Sein Rasen sieht aus wie man sich das vorstellt – saftig, dicht und grün…

  58. Sigi




    Ich habe auch jedes Jahr mindestens einmal vertikutiert. Weil man das als Neuling gelernt bekommt. Mein Rasen sieht aus wie eine löchrige Unkrautwiese auf der sich das Moos sehr wohl fühlt. Was mich noch mehr als der Löwenzahn ärgert ist die Quecke,gegen die es scheinbar nichts gibt. Bin auf diesen Artikel gestoßen, weil ich mir einen neuen Vertikutierer kaufen wollte. Also werde ich es mal ohne versuchen.

    Was ich mich allerdings noch frage; Ist langzeitdünger nicht besser/praktischer? Weil man nicht so oft düngen muss?

  59. Sigi




    Frage har sich dank der kleinen Düngerkunde erledigt. Sehr gute Seite!!!

  60. GI Joe




    Ich finde, hier wurden einige Dinge nicht so ganz korrekt aufgeführt, daher mal mein “Senf” dazu. Zuerst: zu einem Rasen gehört eben mehr als nur der Rasen an sich, der Boden darunter ist wichtig, und der Boden ist der, der die Luft und ein gutes Bodenleben benötigt um einen schönen Rasen darauf wachsen zu lassen. Das Schlitzen dient also nicht nur der Entfernung von Moos und anderen Resten, von Unkrautentfernung kann man nicht unbedingt sprechen, sondern auch der Bodenbelüftung und der Anregung des Rasenwachstums. Pflanzen werden beim (wichtig!) richtigen Schnitt zum schnelleren Wachstum angeregt, bei falscher Handhabe natürlich geschädigt. Meiner Meinung nach ist das Vertikutieren also eine gute Maßnahme um den Rasen zu verschönern, man muss es eben nur richtig machen.
    Mein Tipp:
    1. Auf das Wetter achten! Wenn die nächsten Tage starker Sonnenschein angesagt ist, besser ein paar Tage verschieben und auf bewölktes Wetter warten, vielleicht sogar wenn am nächsten Tag Regen angesagt ist (ist besser für den Dünger)
    2. Rasen mähen 3-4cm, Mähgut entfernen!
    3. In 2-3 verschiedene Richtungen vertikutieren und nach jedem Vorgang komplett abrechen.
    4. Bodenaktivator (wie gesagt, der Boden ist wichtig) und Rasendünger verwenden. Dabei auf organische Dünger zurückgreifen.
    5. Einsanden: schützt die Schlitze, damit diese nicht zugehen und den Boden verdichten, außerdem ist er wasser- und luftdurchlässig.
    6. Bewässern sollte das Wetter zu trocken sein.

    Ständiges düngen halte ich nicht für sehr wertvoll!

  61. Marcel




    Ich habe auch Probleme mit Moos im Rasen. Haben den Garten dieses Jahr übernommen und ich möchte das Moos los werden. Habe da direkt ans Vertikutieren gedacht. Was ist denn nun die beste Möglichkeit, ohne zu vertikutieren?

    Reicht da wirklich allein das Düngen??

  62. Franziska Burghardt




    Hallo Freunde,
    ich kann euch den Griff zum Benzin Vertikutierer empfehlen, dadurch lockert sich der Rasen auf und löst Moos, Unkraut und Klee. So kann der Rasen viel besser atmen. Die beste Temperatur für das Vertikutieren sind 10° bis 20° Celsius. Außerdem erfüllt ein Benzin Vertikutierer durch seine leichte Ausführung die Arbeit in einer erstaunlich kurzen Zeit. Der große Vorteil des Vertikutierers liegt darin, dass die Schnitt-Tiefe eingestellt werden kann, sodass der Rasen nicht beschädigt wird. Ich kann euch diesen Artikel dazu wärmsten empfehlen: http://www.derneuemann.net/besten-benzin-vertikutierer/4691
    Gruß

  63. Puttlich




    Aus meiner Sicht schreibt der Autor Unsinn. Beste Ergebnisse für einen tollen moosfreien Rasen erhält man durch gründliches Vertikutieren und die Verwendung eines exzellenten Mulchmähers, der insbesondere das Düngen verzichtbar macht, da der Rasen genau die benötigten Nährstoffe zurück erhält. Bei starkem Moosbefall nach dem Vertikutieren lediglich ausreichend kalken. Dünger, insbesondere mineralischer, wird durch das Mulchen absolut überflüssig. Das Vertikutieren sorgt für ein intensives Wurzelwachstum und die mechanische Entfernung vieler “Wildkräuter”. Wichtig dabei ist, in der Wachstumsphase den Mulchmäher möglichst häufig rotieren zu lassen.




  64. Moos bekommt man entweder wie “Puttlich” es erklärt hat, sprich mit dem Vertikutierer die Rasenfläche durchgehen und somit den Rasen luftiger machen. Das Moos kommt durch feuchte Stellen. Oft sind es dunkle Stelle wo die Sonne nicht hinkommt!
    Ich selbst bin bei einem renommierten Düngerfirma angestellt und weis daher das ein Eisendünger Wunder hilft. Habe es selbst bei mir im Garten ausprobiert und es hilft mega. Der Dünger ist zwar ein bisschen teuer aber ich würd in die Hand nehmen. Das Ergebnis zählt letztendlich! :D
    Schaut mal bei http://www.mein-rasen.com rein! Da gibt es viele Tipps Rund um den Rasen.

  65. stemalo




    Völlig undifferenzierter Bericht der als Empfehlung “mehr düngen” statt vertikutieren ausgibt. Stark vereinfachte Sichtweise. Man muss den Rasen sehen und beurteilen können um die geeigneten Massnahmen zu ergreifen. Wir haben Rasenflächen die jährlich vertikutiert werden. Und zwar im Herbst. Das würden Sie neidisch werden.

  66. wolfgang




    hallo klasse dein artikel!!!

    hast du auch einen tip wie ich roten klee aus meiner Rasenfläche bekomme? es sind ca. 300 qm und der klee verbeitet sich gut.

    vg
    WolfgangM

  67. James




    Jetzt habe ich mich ein paar Jahre dran gehalten und nicht vertikutiert. Das Resultat war, dass ich immer mehr horizontal wachsende Gräser vorgefunden habe. Zum Schluß war es so schlimm, dass ich kaum noch Dünger bis auf den Boden bringen konnte. Ich habe jetzt Anfang September vertikutiert und habe das Gefühl, dass der Rasen jetzt wieder besser wird.

    Ich glaube nicht, dass man für jede Rasenfläche diese Tipps anwenden sollte.




  68. Leider nimmt bei mir der Moos so langsam überhand. Ist es wirklich ratsam, nur zu düngen? Ich bezweifele das, da ich sonst auch regelmäßig dünge und leider nur den Moos wachsen sehe…




  69. Hallo David,
    um Moos zu bekämpfen rate ich dir einen Rasendünger auszubringen ab! Das Beste was du machen kannst ist deine Rasenfläche jeweils im Frühjahr und im Herbst zu vertikutieren und zusätzlich Rasenkalk auszubringen!
    Kleiner Tipp: Moos entsteht immer dann wenn der Boden zu sauer ist. Deswegen solltest du Rasenkalk ausbringen. Der hilft zu 100%.

    Ich habe es selbst ausprobiert und bin sehr glücklich damit endlich den Moosbefall bekämpft zu haben. Ich selbst hab diesen Tipp unter http://www.mein-rasen.com gelesen und war sehr überrascht über mein Ergebnis.

    Ich hoffe ich konnte dir helfen :)

    Mfg

    Dennis




  70. Endlich mal ein Artikel der aufklärt! Super geschrieben.

    Max




  71. Hallo,
    danke für den hilfreichen Artikel, habe mal wieder ein bisschen dazugelernt.

    Falls jemand noch mehr darüber wissen möchte, wie man am besten Moos im Rasen entfernt, kann er ja hier einmal vorbeischauen:

    http://xn--roboterrasenmher-7nb.com/roboter-rasenmaeher-moos-im-rasen-entfernen/

    Viele Grüße!




  72. [...] http://www.rasenblog.de/?p=200 [...]




  73. Ich denke, es ist wie meistens im Leben. Die Mischung macht es. Aus meiner Sicht sollte man durchaus vertikutieren. Das alleine wird sicherlich nicht reichen um das Moos zu verdrängen. In so fern sollte man zunächst vertikutieren, und dann auf jeden Fall noch düngen und ggf. Rasen nachsäen.
    weitere Tipps gibt es auf meinem Blog.
    http://vertikutierer-vertikutieren.de/weitere-tipps-fuer-schoenen-rasen/




  74. Super Webseite. Das war für mich die letzte Rettung. Was soll ich sagen, es hat geklappt. Die Seite habe ich gerne gebloggt!

    https://pholym.wordpress.com/2016/04/01/der-vertikutier-mythos/

  75. Gisela




    Moin, habe soeben den 25kg-Sack Dünger bestellt. Soll die letzte Rettung für meinen Rasen sein! Ich gestehe: habe meinen Rasen manuell vertikutiert mit einer Belüftungsgabel, die Löcher sticht und kleine Erdwürste zutage fördert! Die hab ich abgesammelt, weil angeblich erforderlich. Nun dachte ich, ich tu meinem Rasen was gutes und habe den Mikro-Rasendünger von Cuxin dort hineingefüllt – mühselig mit nem Eßlöffel!! Naja, ist dann gleich an den Wurzeln, hab ich mir gedacht. Und wenn man mir rät, dort Sand einzufegen ……… Dann hab ich gekalkt, und zwar ausgiebig! Und nun hab ich ein schlechtes Gewissen!!! Soviel unnütze Arbeit. Wahrscheinlich hab ich den Rasen gekillt. Den neu bestellten Dünger werde ich jetzt nach Erhalt so anwenden, wie Sie es beschrieben haben. Vielleicht erwacht er zu neuem Leben.
    So, nun geh ich pennen, ist schon 03.45 !




  76. Also ich kann dem Artikel leider nicht zustimmen. Vertikutieren gehört einfach dazu. Und da ich nun seit 4 Jahren bei einem Gärtner arbeite weiss ich wovon ich rede.

    Falls ihr einen neuen Vertikutierer sucht dann schaut doch einfach mal auf meiner Website vorbei. Würde mich freuen.

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