Rasenblog
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demoparkDie demopark ist die größte Freilandausstellung mit Maschinenvorführungen für den professionellen Maschineneinsatz in der Grünflächenpflege, im Garten- und Landschaftsbau, sowie bei Kommunen in Europa.

Für alle, die Sportanlagen, Golfplätze und Grünflächen anlegen oder pflegen, bieten demopark und demogolf alle zwei Jahre die neueste Technik konzentriert an einem Platz. Die vorgestellten Maschinen werden auf großzügigen Vorführflächen im Einsatz gezeigt.

Die Gesamtfläche der Ausstellung ist mit 25 ha einzigartig in Europa. Erwartet werden auf der demopark, die vom 21. bis 23. Juni 2009 auf dem Flugplatz in Eisenach-Kindel stattfinden wird, über 400 Aussteller und mehr als 28.000 Fachbesucher aus Europa und Übersee.

Die demopark bietet nicht nur Wissenswertes für Technik-Begeisterte, sondern im Bereich der demogolf auch eine eigenständige Sonderschau zu Thema Sportrasen. Interessierte Fachbesucher können sich hier über Saatgutmischungen, Düngung, Beregnung und Pflege von Rasenflächen informieren. Praktische Vorführungen von neu entwickelten Pflegemaschinen ergänzen das Programmangebot.

versuchsflachen

Ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Rasenpflege ist der Rasenmäher. Grund genug sich einmal über die verschiedenen Rasenmähertypen Gedanken zu machen und deren Vorzüge und Nachteile zu beleuchten.

Der gebräuchlichste Mäher im Privatgarten ist sicherlich der Sichelmäher. Jeder kennt den typischen Lärmbruder, der Samstags seine Kreise zieht. Charakteristisch ist das Messer mit zwei geschliffenen Enden, das horizontal rotiert. Meist besitzt das Messer Flügel und erzeugt so einen Luftstrom, der das anfallende Mähgut in einen Fangkorb bläst. Sichelmäher sind weit verbreitet und zeichnen sich durch einen geringen Anschaffungswert und geringe Unterhaltskosten aus. Es gibt sie als handgeführte Mäher mit Benzin- oder Elektromotor, letzteren sowohl mit Kabel als auch mit Akkubetrieb, aber auch als selbstfahrende Aufsitzmäher und im Professionellen Bereich auch als Anbaugerät an landwirtschaftliche Schlepper mit Arbeitsbreiten bis 12 m.

Im professionellen Umfeld werden oft Spindelmäher eingesetzt, bei denen eine Reihe von Messern in sogenannten Spindeln zusammengefasst sind, die vertikal rotieren und mit Hilfe einer Gegenschneide das Gras sehr sauber abschneiden. Auch für diese Mäher gibt es Auffangbehälter, die das Mähgut absammeln helfen. Und auch diese Geräte gibt es sowohl handgeführt als auch als Aufsitz- oder Anbaugerät mit bis zu 12 m Arbeitsbreite. Spindelmäher bieten das sauberste Mähbild, können aber nicht in hohem Gras eingesetzt werden. Sie eignen sich auf Flächen, die mehr als einmal pro Woche gemäht werden. Dabei ist jedoch der Wartungsaufwand sehr hoch. Man muss für das regelmäßige Schärfen und das Einstellen der Schneide etwa 800 Euro pro Jahr und Spindel rechnen. Deshalb werden diese Mäher nur bei Flächen eingesetzt, wo es auf absolute Perfektion im Schnittbild ankommt.

In der letzten Zeit sieht man in den Werbeprospekten der Maschinenindustrie immer wieder so genannte Mulchmäher. Die Idee dahinter ist einfach, statt das Mähgut mühselig abzusammeln lässt man es liegen und es wird als Dünger wieder in die Grasnarbe eingebracht und hilft sogar noch zu sparen. In der Theorie auch gar keine schlechte Idee, nur in der Praxis sind diese Geräte – zumindest für gepflegte Rasenflächen – absolut unbrauchbar. Warum? Lassen Sie mich ausholen. Ein gut gepflegter Rasen wächst zwischen 7 und 10 cm pro Woche. Mäht man diesen Zuwachs einmal pro Woche mit einem Mulchmäher ab, so ergibt das kleingehäckseltes, komprimiertes Mähgut von etwa 2 – 3 cm stärke, das auf dem gemähten Rasen aufliegt. Dies ist schlicht zu viel um von der Grasnarbe aufgenommen und in ihr verarbeitet zu werden. Auch wird bei der Umsetzung von Mähgut zu Dünger sehr viel Energie verbraucht, so dass nur ein Bruchteil der in den Blättern eingelagerten Energie wieder zurück in die Grasnarbe gelangt. Um mit einem Mulchmäher ein schönes, sauberes Mähbild erreichen zu können müsste man täglich oder zumindest jeden zweiten Tag mähen. Leider steht das im direkten Gegensatz zum Grundgedanken des Mulchmähers, nämlich Zeit und Geld zu sparen. Die einzige Ausnahme sind die so genannten Mähroboter, vollautomatische Mäher, die rund um die Uhr mähen und dabei immer nur 1 – 2 mm abmähen. Diese kleinen Mähgutreste können ohne Probleme in die Grasnarbe einrieseln und dort umgesetzt werden. Tatsächlich kann mit Mähern dieser Art in der Regel eine Düngung pro Jahr eingespart werden.

Im Privatgarten ist man in den meisten Fällen sicher mit einem gut geschliffenen Sichelmäher sehr viel besser bedient als mit einem schlecht geschliffenen Spindelmäher. Für Rasenbesitzer, die nicht gerne mähen ist ein Mähroboter die geeignete, wenn auch nicht die billigste Lösung um die ungeliebte Aufgabe abzugeben und gleichzeitig noch Dünger zu sparen.